Tolino Shine im Test

Kleiner Tolino Shine ganz groß! Neuer Thronfolger des Kindle Paperwhite?

Mittlerweile haben sich eBook Reader unter den Leseratten etabliert und befinden sich damit weiter auf dem Vormarsch. Nahezu jeder kleinere und größere Verlag und jede Buchhandlung hat seinen eigenen eBook Reader im Programm und kann ihrer Kundschaft so einen enormen Mehrwert bieten. Dazu gehört ebenfalls der Tolino Shine der Buchhandlung Thalia, den es nun bereits in der zweiten Ausführung gibt. Neben einiger verbesserter und zusätzlicher Funktionen, wuchs auch der Lieferumfang im Vergleich zu seinem Vorgänger. Doch die Frage ist, ob sich der kleine Tolino gegen den Branchen-Primus Kindle von Amazon durchsetzen kann.

Technisch gleich aber dennoch besser

Tolino Shine - VerpackungNach außen scheint der Tolino Shine unverändert, kann aber mit neuen inneren Werten punkten. Gelesen wird auf einem verbesserten 6-Zoll Display mit einer Auflösung von 1024 x 758 Pixel und einer integrierten Beleuchtung. Damit der Tolino auch auf einer langen Reise ausreichend Energie hat, kann die Displaybeleuchtung während des Lesens per Knopfdruck gänzlich deaktiviert werden. Alternativ lässt sich die Leuchtintensität im Menü oder direkt im eBook stufenlos dimmen. Im Vergleich dazu kann die Beleuchtung des aktuellen Kindle von Amazon ausschließlich verringert, nicht aber abgeschaltet werden. Dank dieser Stromsparmaßnahme hält der Akku des Tolino Shine bis zu 7 Wochen und bereitet jedem Lese-Fan lange Freude. Für die einzelnen Berechnungen und einen flüssigen Programmablauf sorgt ein 800 Megahertz schneller Prozessor sowie ein 256 Megabyte Arbeitsspeicher. Dennoch benötigt der Tolino Shine nach jeder Eingabe eine kurze Bedenksekunde, bis er reagiert. Dies muss jedoch nicht zwangsläufig an der Rechenleistung liegen, sondern kann auch auf das Display zurückzuführen sein. Im Vergleich zum ersten Modell des Tolino Shine wurden zusätzlich die Ghosting-Effekte verbessert, wodurch das Flackern und Blinken bei einem Seitenwechsel oder beim Betätigen des Menüs verringert wurde. Dennoch sind auch beim zweiten Modell Ghosting-Effekte zu erkennen.

Tolino Shine - FrontansichtDer werkseitige Speicherausbau des Tolino Shine beträgt normale 4 Gigabyte, von denen noch 2 Gigabyte bereit stehen. Die Hälfte des Speichers wird vom Betriebssystem des Tolino eingenommen. Mit einer Micro-SD-Speicherkarte lässt sich der kleine Tolino um weitere 32 Gigabyte erweitern. Wem das immer noch nicht reicht, dem steht mit der Telecom Cloud ein Internet Speicher mit satten 25 Gigabyte zur Verfügung. Die Anbindung an die Cloud ist direkt im Programm des Tolino integriert und man muss sich lediglich mit einem Benutzerkonto anmelden. Der Vorteil an dieser Funktion ist, dass abgespeicherte Dateien nicht ausschließlich auf dem eBook Reader, sondern auch auf dem Notebook, dem Tablet oder dem PC bereitstehen. Wird eine Datei auf dem PC in der Telekom Cloud gespeichert, ist sie automatisch auch auf dem Tolino Shine verfügbar – praktisch. Der Speicher der Telekom Cloud kann kostenpflichtig erweitert werden. Weitere Daten lassen sich kabellos mit dem integrierten WLAN-Modul abspeichern.

Der Tolino Shine im Vergleich zum Vorgängermodell

Tolino Shine - AnschlüsseIm Vergleich zum Vorgänger spendierte Thalia dem Tolino Shine der zweiten Generation ein USB-Ladekabel zum Laden am PC. In Verbindung mit einem Netzadapter, z.B. vom Smartphone, lässt sich der Tolino auch im Schnelllademodus direkt an der Steckdose aufladen. Dieser Vorgang dauerte in unserem Test ca. 250 Minuten. Am PC benötigte der Tolino Shine spannungsbedingt 480 Minuten, bis der Akku zu 100 % aufgeladen war.

Ein großer Vorteil ist darüber hinaus das offene System des Tolino Shine. Dieses ermöglicht das Abspeichern und Öffnen sämtlicher eBook-Formate anderer Shops. Dadurch geht man keinerlei Produktbindung ein und hat völlige Freiheit beim eBook Shoppen. Für einen schnellen Start enthält der neue Shine von Thalia bereits einige eBooks gratis zum Probelesen.

Fazit

Tolino Shine - SeitenansichtDie Nutzung des Tolino Shine macht eindeutig Spaß und es zaubert jedem Lesefuchs ein Lächeln auf die Lippen. Bereits nach dem Herausnehmen des Tolino aus der Verpackung blickte ein schlafender Smiley nach oben. Auch die Anzeige für einen leeren Akku oder der Willkommensbildschirm sind sehr niedlich gestaltet. Die erste Einrichtung funktionierte tadellos und auch die Verbindung mit dem heimischen WLAN kann kaum einfacher sein. Schon auf dem Startbildschirm erscheint ein Button „anmelden“, der es erlaubt, den Tolino Shine mit dem Internet zu verbinden. Ist dies geglückt, hat man auf der Startseite bereits Zugriff auf eine Vielzahl von Büchern, Probeexemplaren und dem Menü. Der Tolino öffnet Bücher und Funktionen sehr schnell, hinterlässt allerdings einen kleinen Ghosting-Effekt. Man sollte dem Kleinen nicht zu viel auf einmal zumuten, da er sehr schnell ausgelastet ist und eine Bearbeitung der Aufgaben umso länger dauert. Auch der integrierte Browser konnte, wie bei allen anderen eBook Readern, nicht ganz überzeugen, da es ihm an grafischer Darstellung fehlt und die Displays nicht zum Surfen ausgelegt sind. Die Hauptfunktion, das Lesen, ist dank einer scharfen Schrift, dem hellen Display und der zahlreichen Optionen allerdings hervorragend. Somit muss sich der kleine Tolino Shine nicht hinter dem Primus, dem Kindle Paperwhite, verstecken.

Weitere Informationen:

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Kategorie: Testbericht, Tolino, Shine
Datum: 20.02.2014
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