Sony Reader PRS-T3 im Test

Schnell, Kompakt und gut ausgestattet – der Sony Reader PRS-T3 stellt sich vor

Da Sony in allen großen Elektronik-Bereichen vertreten ist, darf es dem Hersteller natürlich nicht an einem erstklassigen eReader fehlen. Unter dem Namen „Reader PRS-T3“ bietet Sony ein Modell in zwei unterschiedlichen Ausstattungsvarianten an. Zum einen ein günstigeres Gerät für 89 Euro, das über keinerlei Schutzhülle oder Beleuchtung verfügt und zum anderen das Top-Modell für 129 Euro, den wir auch testen. Der Unterschied beider Geräte steckt im Detail. Das teurere Modell verfügt über eine Schutzhülle samt Leselampe, die sogar das Lesen im Dunkeln ermöglicht. Die günstigere Version muss auf die Schutzhülle und die Lampe verzichten, wodurch es ein reines Gerät für die Benutzung bei Tageslicht ist. Natürlich kann auch eine externe Lichtquelle, zum Beispiel eine Lampe, genutzt werden. Beide Ausführungen verfügen über keinerlei integrierte Displaybeleuchtung.

Schnell, schneller, Sony Reader

Sony Reader PRS-T3 - FrontansichtDas Testmodell hört auf den Namen PRS-T3 und ist seit September 2013 auf dem deutschen Markt erhältlich. Als Display kommt ein Sony eigenes 6-Zoll-Modell zum Einsatz, das auf die E-Ink-Technologie vertraut. Die grafische Oberfläche hat Platz auf 1024 x 758 Pixel und wird mit 212 ppi aufgelöst. Demnach hat Sony im Vergleich zu den Vorgängern das Display wesentlich verbessert und an der Auflösung gearbeitet. Insgesamt 16 Graustufen kommen beim PRS-T3 zum Einsatz und stellen Bilder und Text ausreichend gut dar. Leider verfügt der Reader über keine Displaybeleuchtung und bleibt konstant dunkel. Möchte man in dunklen Räumen oder bei Nacht lesen, ermöglicht dies die integrierte Leselampe im oberen Bereich des Readers. Die Energie bezieht die Lampe direkt vom Akku des eReaders. Die Leselampe ist sehr steif und lässt sich nicht auf eine gewünschte Position anpassen. Bei Nacht kann das externe Licht zudem blenden, je nachdem, wie der Sony Reader gehalten wird. Ein großes Plus ist die serienmäßige Schutzhülle, die Sony diesem Modell spendiert hat. Dadurch wird das Display hervorragend vor äußeren Einflüssen geschützt. Weiterhin wird durch das Zuklappen des Displayschutzes der Stromsparmechanismus ausgelöst. Sobald die Abdeckung geöffnet wird, ist der Reader kurzerhand wieder einsatzfähig.

Sony Reader PRS-T3 - SeitenansichtEine beeindruckende Leistung zeigt der verbaute ARM Cortex A8 Prozessor mit 800 Megahertz in Verbindung mit dem berührungsempfindlichen Touchscreen. Der Sony Reader ist im Handumdrehen gestartet und öffnet sich nahezu ohne Verzögerung. Der Flashspeicher ist mit 2 Gigabyte etwas gering ausgestattet und bietet mit einem freien verfügbaren Volumen von 1,2 Gigabyte wesentlich weniger als vergleichbare Modelle dieser Preisklasse. Eine unmittelbare Anbindung an eine Cloud, wie beim Tolino Shine, ist ebenfalls nicht vorhanden. Der Speicher kann dennoch mit Micro-SD-Karten um 32 Gigabyte erweitert werden. Um die Speicherkarte einsetzen zu können, muss allerdings die gesamte Rückseite entfernt werden, was nicht schwer, aber nervig ist. Ein Einführschacht an den Seiten ist nicht vorhanden. Die Anbindung an den Onlineshop von eBook.de ermöglicht es, schnell und unkompliziert eBooks und digitale Zeitschriften zu kaufen und auf den Sony Reader herunterzuladen. Über eine Facebook-Anbindung kann sogar der aktuelle Status und das bereits gelesene Buch mitgeteilt werden.

Der Sony Reader im Alltag – fixer Lesespaß

Sony Reader PRS-T3 - DisplaybeleuchtungIm Alltag machte der Sony Reader eine wahnsinnig gute Figur und konnte dank des schnellen Prozessors und des empfindlichen Touchscreens voll überzeugen. Das Gerät ist aufgrund der Standby-Funktion schnell gestartet und einsatzbereit. Klappt man den Displayschutz zu, wechselt der Sony Reader schnell in den Stromsparmodus. Durch ein Öffnen der Abdeckung erwacht der Reader in wenigen Sekunden zu neuem Leben. Das Auswählen eines Buches und das Blättern funktionieren rasend schnell, sodass der Lesefluss kaum gestört wird. Auch die Ghosting Effekte halten sich in Grenzen und stören dadurch kaum. Wie bei vielen anderen Geräten ist der Internet-Browser allerdings kaum zu gebrauchen, da die Darstellung sowie der Touchscreen dafür nicht geeignet sind. Das Surfen machte nur wenig Spaß, da ein Scrollen kaum bis eingeschränkt möglich war. Das Herunterladen und Speichern neuer eBooks ist denkbar einfach, wenn auch nicht ganz so komfortabel wie bei einem Kindle oder dem Tolino Shine.

Fazit

Fakt ist, der Sony Reader ist eines der schnellsten getesteten Modelle. Der schnelle Prozessor mit 800 MHz Taktfrequenz verrichtet eine hervorragende Arbeit und bearbeitet jegliche Anfrage im Handumdrehen. Auch der verbaute Touchscreen reagiert sehr schnell auf Fingereingaben und führt zur gewünschten Anwendung. Etwas enttäuschend ist, dass der Sony Reader selbst kein eingebautes Displaylicht aufweist und man somit immer auf die externe Lampe angewiesen ist, die im dunklen Raum mehr störend als sinnvoll ist. Auch das Design und die Verarbeitung ließen bei unserem Modell etwas zu wünschen übrig. Dies machten der Kindle Paperwhite und der Tolino Shine erheblich besser. Alles in allem ist der Sony Reader ein schneller und gut zu benutzender eReader für zu Hause und unterwegs.

Weitere Detailinformationen:

Sony Reader PRS-T3 im Detail
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Kategorie: Testbericht, Sony, Reader PRS-T3
Datum: 19.03.2014
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